Pressemitteilung der Fraktion in der SVV zur Vergabe der Betreibung der Brandenburger Weihnachtsmärkte

25.06.22

Und wieder einmal scheitert der Versuch, das Müllaufkommen durch Einwegbecher auf dem Brandenburger Weihnachtsmarkt zu verringern. Bereits 2018, anlässlich der Vergabe der Betreibung der Weihnachtsmärkte weigerte sich die Mehrheit im Hauptausschuss dem grünen Änderungsantrag zuzustimmen. Vier Jahre später ist das ökologische Bewusstsein von CDU, Freien Wählern und SPD leider nicht gewachsen. Anstatt Mehrwegbecher, möglichst mit wechselnden Weihnachtsmotiven der Stadt Brandenburg, verpflichtend für den Betreiber bzw. die Händler des Marktes einzuführen, wird weiterhin auf „kompostierbare“ graue Einwegbecher gesetzt.

Zahlreiche Untersuchungen belegen längst, dass jeder Mehrwegbecher schon nach zehnmaliger Benutzung einen Einwegbecher unter ökologischen Gesichtspunkten überlegen ist. Die Fraktionen, die keine Probleme damit haben, Baumalleen dem Straßenbau zu opfern entdecken plötzlich ihr ökologisches Gewissen – allerdings auf dem Stand von 1980.

Es geht dabei auch nicht einzig um den Umweltaspekt. Die Zeiten, in denen die Brandenburger*innen auf dem Weihnachtsmarkt aus Pappbechern ihren Glühwein trinken müssen, sollten eigentlich vorbei sein. Wer sich in der Weihnachtszeit im Lande umschaut, wird feststellen, dass Glühweinbecher längst zum Alltag gehören und dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt einen zusätzlichen Flair geben. Aber wahrscheinlich nutzen die Mitglieder*innen dieser ablehnenden Fraktionen auch im häuslichen Bereich Einwegbecher, da diese nunmal ökologisch wertvoller seien.

Klaus Hoffmann