BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brandenburg an der Havel

Zuschuss Industriemuseum – Änderungsantrag zum Haushalt 2025/26

Änderungsantrag Nr. 017/2024: Status: abgelehnt

30.01.25 –

In der Fassung vom 19.01.2025:

Der Zuschuss für das Industriemuseum (Produkt 284.01) wird für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 wie folgt neu festgesetzt: Konto 53180010 / Personalkosten: Industriemuseum 2025 i.H.v. 188.100 EUR; 2026 i.H.v. 188.100 EUR (bisheriger Ansatz jeweils 168.100 EUR) Mit der erhöhten Zuwendung soll 0,5 VBE im Besucherdienst finanziert werden.

In der Fassung vom 02.01.2025:

Der Zuschuss für das Industriemuseum (Produkt 284.01) wird für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 wie folgt neu festgesetzt: Konto 53180010 / Personalkosten: Industriemuseum 2025 i.H.v. 270.000 EUR; 2026 i.H.v. 270.000 EUR Konto 53180020 / Sachkosten: Industriemuseum 2025 i.H.v. 55.000 EUR; 2026 i.H.v. 55.000 EUR L001/2003

Begründung:

In der Fassung vom 19.01.2025:

unverändert

In der Fassung vom 02.01.2025:

Mit der vorgeschlagenen Zuschußerhöhung soll der Museumsbetrieb im Industriemuseum Brandenburg an der Havel vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 bzw. vom 1. Januar bis 31.Dezember 2026 gewährleistet und weiterentwickelt werden. Die Zuwendung soll für Personal-, Sach- und Betriebskosten verwendet werden. Das Museum hat sich seit 2015 stark weiterentwickelt. Das schlägt sich am deutlichsten an den kontinuierlich steigenden Besucherzahlen nieder. Waren es in 2015 noch ca. 12.000 Besucherinnen und Besucher, so wurde im November 2019 erstmals die 20000er-Grenze überschritten, am Jahresende lag die Besucherzahl bei über 22.000. Selbst die Zeit der pandemiebedingten Einschränkungen wirkte sich nicht negativ auf diesen Trend aus. Bis zur reparaturbedingten Schließung im Oktober 2023 zeichnete sich sogar das besucherstärkste Jahr in der Geschichte des Museums ab. Entgegen der Entwicklung anderer Museen hat insbesondere die Zahl der Reisegruppen erheblich zugenommen.

Doch auch in weniger sichtbaren Bereichen, wie z.B. der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der historisch-politischen Bildung, hat sich das Industriemuseum eine gute Reputation erworben. Diese Erfolge konnten trotz der inzwischen fast ein Jahrzehnt bestehenden deutlichen Unterfinanzierung erreicht werden, weil das gesamte Museumsteam große Teile der Arbeit ehrenamtlich durchführte. Dieses Engagement erreicht und überschreitet schon jetzt psychische und physische Grenzen. Die enge Anlehnung an den Tarif des Öffentlichen Dienstes ist in diesem Zusammenhang nicht nur eine finanzielle Frage, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung der in diesem Hause geleisteten Arbeit für das industrielle und kulturelle Erbe der Stadt Brandenburg. Viele Arbeiten im Bereich der Instandhaltung oder bei der Betreuung/Durchführung von Veranstaltungen erledigen die Beschäftigten ehrenamtlich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Förderverein Stahlmuseum e.V. Große Teile des museumspädagogischen Angebots konnten nur dank der Einwerbung von Drittmitteln für Sach- und Honorarkosten in der Projektarbeit geleistet werden.

Eine kontinuierliche, in die Zukunft gerichtete Arbeit ist unter diesen Bedingungen jedoch kaum möglich. Das Industriemuseum Brandenburg an der Havel befindet sich derzeit in einer äußerst schwierigen Lage. Wegen der Schäden an der historischen Gebäudehülle, die nicht in der Verantwortung des Betreibervereins liegen, ist das Museum seit über einem Jahr für den Besucherverkehr geschlossen. Nur durch die Entlassung einer Mitarbeiterin und der Beschäftigung eines Mitarbeiters auf Projektbasis konnte im Jahr 2024 die endgültige Schließung des Museums abgewendet werden.

Zum Jahresende 2024 konnte das Industriemuseum Dank der Zuschüsse des Landes Brandenburg, der Stadt und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen in Auftrag geben, so dass ab dem 01. April 2025 das Museum voraussichtlich wieder geöffnet werden kann. So ergibt sich auch wieder die Möglichkeit, Mittel zu erwirtschaften, aus denen der Eigenanteil finanziert werden kann. Es wird aber mindestens drei bis vier Jahre dauern, bis die schließungsbedingten Mindereinnahmen wieder ausgeglichen sein werden.

In der Zeit der Schließung konnte mit der Umlagerung und Sichtung des Sammlungsgutes, von Großgeräten bis zu Akten und Fotografien, wieder ein entscheidendes Kapitel abgeschlossen werden. Dabei haben sich auch neue Erkenntnisse zur Geschichte des Stahl- und Walzwerkes und zur Stadtgeschichte ergeben, die wiederum unmittelbar in die tägliche Präsentation eingearbeitet werden.

Planungen und Aufgaben für die Jahre 2025/26

Die Instandhaltung und Präsentation des Technischen Denkmals „Siemens-Martin-Ofen XII“ mit der ihn umgebenden Halle ist eine sehr anspruchsvolle und komplexe Aufgabe. Um die Sicherheit der Museumsgäste dauerhaft gewährleisten zu können, ist die personelle Aufstockung des Teams um eine Person Technischen Dienst/Besucherdienst dringend erforderlich.

Seit ca. 2019/20 ist die Zahl der Objekte und Dokumente, die dem Museum aus der Brandenburger Bevölkerung übergeben, stark angestiegen. Eine offensichtliche Folge dessen, dass die Menschen das Industriemuseum als einen Ort wahrnehmen und wertschätzen, der sich ihrer persönlichen Lebensgeschichten annimmt, die so eng mit der Industrie und Wirtschaft der Stadt verknüpft sind. Mit dem Anstieg der Objekt- und Dokumentenübernahmen erhöht sich allerdings auch der Aufwand für deren archivgerechte bzw. konservatorisch korrekte Behandlung und damit die Kosten für Archivausstattung, Dokumentationsmaterialien und die technische Ausstattung. In den kommenden Jahren verfolgt das Museum weiterhin das Ziel, die Museumsinhalte in den zugänglichen Bereichen des Technischen Denkmals und außerhalb des Museums zu präsentieren. Dazu zählen Projekte mit Schulen und anderen Bildungsträgern in deren Räumlichkeiten sowie der Ausbau von Angeboten im Stadtraum wie geführte Rundtouren, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Eine wichtige Rolle spielt die Kreativwerkstatt, die nur durch den vom MWFK geförderten Austausch der Hallentore nutzbar ist. Hier werden Workshops für Schulkassen und andere Gruppen angeboten. So lange es die Witterung zulässt werden dort auch die Zeitzeugencafés und andere Museumsveranstaltungen durchgeführt. Der große Erfolg des Museumsaktionstages „Feuer und Flamme“ im Oktober 2024 zeigt, wie wichtig den Brandenburgerinnen und Brandenburgern dieser historische Ort ist und welche breite Palette an Veranstaltungsmöglichkeiten er bietet.

Das Industriemuseum Brandenburg stellt aus der Tradition des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg ein Ort für alle Brandenburgerinnen und Brandenburger dar. Ein Ort, der in der außerschulischen Bildung Geschichte und Naturwissenschaften verbindet, ebenso ein Ort für die ältere Generation und deren Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte. Es bleibt ein Ort, an dem Hochzeiten und Abschlussbälle gefeiert werden, an dem getanzt und musiziert wird ebenso wie ein Ort der historisch-politischen Bildung und der Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen der Gegenwart.

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